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Jetzt Neu - Ruhr2010 Tagestipps:

Jede Woche neue Info´s über Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Exklusiv für Sie als .pdf zum Download


Tagestipps 05.03.2010 - 14.03.2010 (zum Download)


Schmiedevorführungen im Sensenhammer

Am 14. März 2010 lädt das Industriemuseum Sensenhammeraden erneut in die "Schmiedewelt" des Industriemuseums ein. Die historische Schmiedehalle erwacht wieder zum Leben. Es dröhnen dann, fast wie in den Zeiten der Fa. Kuhlmann Söhne, die hier bis 1987 produziert hat, wieder die Hämmer, der Boden erbebt und die Funken der Schmiedefeuer sprühen. Die Besucher können an diesem Tag die hohe Kunst des Freiformschmiedens erleben und unternehmen dabei auch eine kleine Zeitreise in frühere Arbeitswelten der Sensenfabrik.

Das besondere Serviceangebot am 14. März:
Besucher können ihre Sensen und Sicheln mitbringen – sie werden fachmännisch wieder aufgearbeitet. Die Werkzeuge werden dabei gegen einen kleinen Kostenbeitrag gedengelt, geschärft und evtl. gerichtet.

Der Besuch der Vorführungen ist im Eintrittspreis enthalten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin: Sonntag, 14. März
Beginn der Vorführungen jeweils: 13.00 Uhr, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr (letzte Vorführung bis ca. 16.30 Uhr)
Eintritt: Erw. 3,00 €, Kinder 2,00 €, Familienkarte 7,00 €


LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

 

Neben der HELDEN-Ausstellung und der HELDEN-Werkstatt zeigt das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) noch bis zum 28. März 2010 „Verbrannte Landschaften“. Das Projekt arbeitet mit hinterleuchteten Großfotos, die in das winterliche Hüttengelände montiert sind. Sie zeigen einerseits „natürliche“ Feuerphänomene wie Vulkanismus, aber auch die Faszination vom Menschen gemachter Feuer- und Lichterwelten. Gezeigt werden in Kooperation mit dem Förderverein des LWL-Industriemuseums Henrichshütte Hattingen vor allem Nachtaufnahmen, die eine zusätzliche Faszination ausüben.


LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop

Die Ausstellung „Mach Loggo“ (08.11.2009 bis 31.03.2010) zeigt im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) erstaunliche Einblicke in das Leben auf einem Schleppkahn, der auf europäischen Wasserstraßen unterwegs ist. Fritz W. Achilles verbrachte seine Kindheit auf einem Binnenschiff und arbeitete elf Jahre auf See- und Binnenschiffen. Als Autodidakt fertigte er zahlreiche Grafiken, Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen an, von denen er dem LWL-Industriemuseum eine Sammlung überlassen hat.


Galgen, Rad und Scheiterhaufen

Einblicke in Orte des Grauens

Ausstellung von 20. Februar bis 27. Juni 2010 im Neanderthal Museum

Die Ausstellung beleuchtet das Thema Richtstätten aus archäologischen, anthropologischen, historischen und volkskundlichen Blickwinkeln. Neben den üblichen historischen Exponaten werden auch ausgegrabene Skelettreste Hingerichteter gezeigt. Diese unterschiedlichen Perspektiven erlauben eine Annäherung an die Geschichte. Heute zeugen oft nur noch historische Karten und Flurnamen von den Richtstätten, die sich im Mittelalter und vor allem in der frühen Neuzeit vor jeder Stadt befanden. Archäologisch ausgegraben und untersucht wurden bislang nur wenige Richtstätten. Dort, wo Ausgrabungen stattfanden, haben sie wesentlich zum Erkenntnisgewinn über dieses düstere Kapitel europäischer Geschichte beigetragen.
Die archäologischen Untersuchungen erschließen die Abfolge der Bestattungen und die Reihenfolge der Richtstättenbauten, wie etwa Erneuerungen oder Reparaturen an den
Hochgerichten. Die anthropologischen Untersuchungen an den Skeletten geben Auskunft über Sterbealter, Geschlecht, Hinrichtungsart, Ernährungszustand und Krankheiten der Verurteilten. Selten greifen Archäologie, Anthropologie und historische Schriftquellen so ideal ineinander wie an der Fundstelle Emmenbrücke bei Luzern in der Schweiz. Hier konnten mehrere der freigelegten Skelette nach eingehender Untersuchung durch Archäologen und Anthropologen in den historischen Quellen überlieferten Personen zugewiesen werden. Die Ausstellung schlägt einen chronologischen Bogen von den frühesten Hinweisen auf ortsfeste Hinrichtungsstätten im 13. Jahrhundert über die Zeit der Aufklärung bis zum heutigen Tag. In vielen Gesellschaften wurden und werden als besonders schwerwiegend definierte Verbrechen mit dem Tode geahndet. Obwohl mit der Aufklärung das Recht, über das Leben eines Menschen zu richten, zunehmend in Frage gestellt wurde, dauerte es noch mindestens 200 Jahre, bis nach dem 2. Weltkrieg die meisten Staaten Europas die Todesstrafe abgeschafft hatten.

Galgen, Rad und Scheiterhaufen
(Foto/Plakat: Copyright Neanderthal Museum - Pressebereich)

In Deutschland regelt dies Artikel 102 des Grundgesetzes:
„Die Todesstrafe ist abgeschafft“. Noch im Jahr 2008 fanden weltweit 2390 staatlich legalisierte Hinrichtungen statt. Weltweit warten etwa 20.000 verurteilte Häftlinge auf ihre Hinrichtung. Dank einer Kooperation mit Amnesty International werden diese Daten auch in der Ausstellung dokumentiert. Sie unterstreichen die Aktualität des Themas der staatlichen Vergeltung.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch, Preis 19,90 €.

Stiftung Neanderthal Museum
Talstr. 300 - 40822 Mettmann


Öffnungszeiten
Di - So 10 -18 Uhr, Oster- und Pfingstmontag geöffnet.

Weitere Informationen und aktuelles Programm: www.neanderthal.de


Tickets für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Europas nächste Kulturhauptstadt - Ruhr 2010
Ab sofort sind die Eintrittskarten für die Events in der gesamten Ruhr Metropole zu bekommen. Tickets buchen Sie unter
www.ruhr2010.de/tickets
Weitere Events werden laufend hinzugefügt. Bundesweit sind mehr als 1200 Vorverkaufsstellen eingerichtet worden. Im Herbst 2009 kommt das zweite Programmbuch der Ruhr2010 auf den Markt. Es umfasst mehr als 250 Projekte mit rund 2500 Veranstaltungen.


Die Popstars des Mittelalters?

Ausstellung "Aufruhr 1225!" beleuchtet Licht- und Schattenseiten der Ritter

Sie waren tapfere Krieger, zuvorkommende Gentlemen und Beschützer der Witwen und Waisen: So gesehen waren Ritter die Lichtgestalten einer finsteren Zeit - dem "dunklen Mittelalter". "Aus heutiger Sicht kann man sie als Popstars bezeichnen", sagt Dr. Stefan Leenen, Projektleiter der kommenden Ausstellung über Ritter, Burgen und Intrigen im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Die Schau "Aufruhr 1225!" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt ab dem 27. Februar 2010 unter anderem, wer die Ritter waren und wie sich selbst sahen.

Am Anfang stand die Schlacht
"Entstanden ist das Rittertum auf dem Schlachtfeld", erklärt Leenen. Bereits im frühen Mittelalter gab es Reiterkrieger, die für ihren Herrn in den Krieg zogen. Hoch zu Pferd und durch eine Rüstung geschützt dominierten sie über Jahrhunderte das Kriegsgeschehen. Weit später erst entwickelte sich ein gesellschaftlicher Stand unterhalb des Hochadels. "Ab dem 13. Jahrhundert mussten sich die Ritter ihre Sporen nicht mehr selbst verdienen. Die geborenen Ritter definierten sich von nun an durch ihren Stand, und der wurde vererbt", so der Mittelalterexperte.

Maßgebend waren die ritterlichen Tugenden, die stark von der Kirche geprägt wurden. Ein Ritter sollte täglich eine Messe hören, die Kirche achten und das Christentum verteidigen. Zudem sollte er seinem Landesherrn treu ergeben sein. Ruhm und Ehre konnte er sich auch abseits des Krieges in Turnieren verdienen. In ihnen bewies der Ritter seine Tapferkeit gegenüber seiner Herzensdame.

Ausbildung zum Ritter
Die Ausbildung zum Ritter begann bereits im frühen Kindesalter. Nach der zunächst rein christlichen Erziehung wurde ein Junge ab sieben Jahren am Hof eines Adeligen ausgebildet. Dort erlernte er die vornehmen Sitten und Gebräuche, Musik, Tanz, Geschichte und besonders die Kampfkunst, bis er vom Knappe zum Ritter ernannt wurde. Bei einer feierlichen Zeremonie erhielt der Knappe ein geweihtes Schwert und versprach die ritterlichen Tugenden zu pflegen. "Auch die Söhne des Kaisers Friedrich Barbarossa wurden auf diese Weise zum Ritter, was verdeutlicht, wie sehr das ritterliche Ideal bis in die höchsten Gesellschaftskreise geschätzt wurde", erklärt Leenen.

Gesellschaftlicher Abstieg
Am allmählichen Niedergang des Ritterstandes änderte dies wenig. Neue Kriegstechniken erschwerten den gepanzerten Reitern das Bestehen auf dem Schlachtfeld. Die Verwaltung der Ländereien und die Rechtssprechung im Reich übernahm immer mehr eine gebildete Beamtenschaft. "Viele Ritter konnten ihren hohen Lebensstandard nicht länger aufrechterhalten und verarmten", sagt Leenen.

Im Umkehrschluss blühten die Städte wirtschaftlich auf und zogen die Menschen in Scharen an. In ihnen entstand eine neue Oberschicht, und diese Bürger verteidigten sich selbst. Leenen: "Im städtischen System hatten die Ritter nichts verloren." Oftmals suchten die Ritter den Konflikt mit den Städten, wagten meist aber nicht die direkte Auseinandersetzung. Stattdessen überfielen Raubritter städtische Kaufleute auf ihren Wegen außerhalb der Stadtmauern. Dennoch lebten die ritterlichen Tugenden fort, weil sich auch die Stadtmenschen an einer ritterlichen Lebensweise orientierten.

Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung, die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November 2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie ein Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region begleiten die Ausstellung.

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 6 und 2 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

http://www.aufruhr1225.de


Neue Sonderausstellung
im LWL-Textilmuseum in Bocholt

Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Märchenhelden

Der Umgang mit Spindel, Naden und Faden gehört häufig zum Stoff, aus dem Märchen sind. So auch in der Geschichte vom Rumpelstilzchen, das der armen Müllerstochter beim Spinnen von "Stroh zu Gold" zur Seite steht. Unter diesem Titel widmet sich das LWL-Industriemuseum in Bocholt in seiner neuen Sonderausstellung der Welt der textilen Märchen. Vom 21. März bis 31. Oktober präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Textilmuseum die bekannten Geschichten in neuem Gewand.

Hörstationen rufen den Besucher des LWL-Industriemuseums die ursprünglichen Märchenversionen von Grimm, Andersen und Co. ins Gedächtnis. Frühe Märchenbücher des 19. Jahrhunderts zeigen eindrucksvolle Holzstiche aus der Märchenwelt der Brüder Grimm und des Wilhelm Hauff. Handgemalte Szenen auf einem Wasserkrug aus dem 18. Jahrhundert zeigen imposante Darstellungen von Sagen- und Märchenhelden. Gezeigt werden außerdem 60 Jahre alte Theaterkulissen, kleinteilig in kolorierte Pappe geschnitten, sowie Märchenbilder im Jugendstil aus "Stollwerck´s königlichen Schokoladentafeln" von 1906, darunter zahlreiche Leihgaben des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums in Bad Oeynhausen.


Stroh zu Gold

Spindel, Schiffchen, Märchenhelden
21.3. - 31.10.2010
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr


Zeche Zollern zeigt „Viel Stoff“

LWL-Industriemuseum präsentiert Musterbücher aus 100 Jahren

Filigrane Spitzen, brillante Stoffdrucke, farbenfrohe Entwürfe für Kleiderstoffe und Heimtextilien, aber auch solide Küchentücher aus Leinen und Baumwolle: Die Mustersammlung des LWL-Industriemuseums fasziniert durch Vielfalt, Schönheit und einen ungeheuren Reichtum an Kreativität aus 100 Jahren textiler Produktion. Unter dem Titel „Viel Stoff“ zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf der „Galerie Industriearbeit“ in seinem Industriemuseum Zeche Zollern ab Sonntag, 29. November, eine große Auswahl an textilen Mustern und Musterbücher aus den Jahren 1900 bis 2000. Die Ausstellung, in der neben Stoffmustern auch Kleider, ein Bett und eine komplette Musterstube zu sehen sind, gibt erstmals Einblick in die Sammlung.

Textil-Designer zeichnen Jahr für Jahr eine Unzahl von Entwürfen, von denen nur relativ wenige den Weg bis zum fertigen Stoff gehen können. Mit der Entscheidung für ein Muster beginnt der Herstellungsprozess, der je nach Art der Produktion mit aufwändigen Zwischenarbeiten verbunden ist. Die fertigen Stoffe schließlich werden in Kollektions- und Musterbüchern gesammelt. Sie dienen als Vorlage für Produktion, Dokumentation und Verkaufshilfe. Heute bilden sie umfangreiche Archive mit hunderttausenden Mustern und damit einen gewaltigen Schatz zur textilen Kulturgeschichte.

Die Sammlung
Die Spezial-Sammlung des LWL-Industriemuseums umfasst Nachlässe von über 100 inzwischen meist geschlossenen Textilbetrieben aus NRW und Deutschland, dazu eine Vielzahl von Einzelstücken. Kern der Sammlung sind über 500 Musterbücher in verschiedenen Formaten und mit den unterschiedlichsten Inhalten. Darunter gibt es nahezu lückenlose Serien wie die Bestände der Wuppertaler Etikettenweberei Saatweber & Sieper oder der Möbelstoffweberei H. Besenbruch in Haan. „Solche Reihen sind besonders wertvoll, da sich in ihnen die Entwicklungen und Veränderungen von Mode und Geschmack am besten aufspüren lassen“, erklärt Dr. Arnold Lassotta, wissenschaftlicher Referent für das Textilmuseum Bocholt – einer von acht Standorten des LWL-Industriemuseums. Musterbücher seien die dichteste Form der textilen Überlieferung. Auf engem Raum könne in ihnen eine große Anzahl – oft Hunderte, manchmal Tausende – von Mustern und Informationen festgehalten werden, so Lassota.

Seit den 1960er Jahren wird auf die sehr aufwändige Herstellung von Musterbüchern immer mehr verzichtet. An ihre Stelle treten leicht handhabbare großformatige Coupons an Hängebügeln und bebilderte Kataloge und Prospekte.

Viel Stoff.
Textile Muster und Musterbücher 1900-2000

29.11.2009 bis 5.5.2010
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5 I 44388 Dortmund
Geöffnet Di – So 10 – 18 Uhr


Bilder "GigaGalaxy Zoom" im LWL-Museum für Naturkunde

Münster (lwl).
Eintauchen in die Galaxis und abtauchen in die unendlichen Weiten des Alls - eine vergrößerte Ansicht in unsere Milchstraße ist neu im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert seit
Dienstag (2. Februar), drei neue, hochauflösende Wandbilder des Sternenhimmels. Sie bieten einen weltweit einzig-artigen Panoramablick ins All. Diese Großfotos mit dem Titel "GigaGalaxy Zoom" wurden veröffentlicht von der Europäischen Südsternwarte ESO. Dargestellt ist ein dreistufiger Zoom in den Nachthimmel hinein, mit immer höherer Vergrößerung.

Die ESO hat europaweit eine limitierte Auflage von nur 60 Exemplaren dieser Wandbilder im Rahmen eines Wettbewerbs ausgelobt, an dem sich europäische Planetarien und Museen sowie Science Center und Naturkundezentren beteiligten.


Das LWL-Museum für Naturkunde mit seinem Planetarium hat den Zuschlag erhalten. Die Panoramen werden über dem Ein- bzw. Ausgang des Planetariums ausgestellt. Sie ergänzen dort das "Porträt der Milchstraße". Dieses großformatige Gemälde zeigt - mit den Augen des Künstlers - wie unsere Milchstraße von außerhalb betrachtet erscheinen würde.


Panoramaansicht der Milchstraße

Das erste Bild zeigt eine Panoramaansicht der Milchstraße, so wie sie von den besten Sternenbe-obachtungsorten der Welt aus zu sehen ist. Es handelt sich um ein 800-Millionen-Pixel-Panorama. Das Bild wurde aufwändig aus über 1200 einzelnen Fotos zusammengesetzt. Die Einzelbilder wur-den vom Astro-Fotografen Serge Brunier mit einer handelsüblichen Digitalkamera des Typs Nikon D3 aufgenommen, ganz ohne Fernrohr - denn das Bild soll die Milchstraße ja genau so zeigen, wie es dem menschlichen Auge ohne Hilfsmittel unter optimalen Bedingungen erscheint. Aufnah-meorte waren der Berg Paranal in Chile, der Standort des Very Large Telescope der ESO - eines der besten Teleskope der Welt - und der Gipfel der Kanaren-Insel La Palma, ebenfalls Standort einiger der weltbesten Sternwarten.

Einblick in die Milchstraße

Im zweiten Bild wird ein kleiner Ausschnitt des ersten Bildes, ein Teilbereich der Milchstraße, ver-größert dargestellt - etwa so, wie er durch ein kleines Fernrohr erscheinen würde. Dieses beson-ders farbenfrohe Bild wurde durch den Astro-Fotografen Stéphane Guisard hergestellt. Er fotogra-fierte durch ein kleines Fernrohr der Art, die unter Hobby-Sternguckern verbreitet ist. Auch dieses Bild, ein 340-Millionen-Pixel-Panorama, wurde aus über 1200 Einzelfotos zusammengesetzt. Für die Aufnahmen musste der Fotograf einen ganzen Monat lang Nacht für Nacht an seinem Teleskop verbringen. Mit hervorragender Bildschärfe und Farbfülle ist ein Bereich der Milchstraße um die Sternbilder "Schütze" und "Skorpion" zu sehen, eine an auffälligen Details besonders reiche Himmelsgegend. Bei näherem Betrachten offenbaren sich faszinierende Einzelheiten wie Sternenhaufen, Staubnebel, die sich als dunkle Silhouetten vor der hellen Milchstraße abzeichnen, und rötlich leuchtende Gaswolken.

Gaswolken im Band der Milchstraße

Das dritte Bild zeigt eine dieser Gaswolken, den sogenannten "Lagunen-Nebel", als Panorama-Vergrößerung. Diese rot leuchtende Wasserstoff-Wolke liegt fast 5.000 Lichtjahre entfernt in Rich-tung des Sternbilds Schütze, mitten im Band der Milchstraße. Angefertigt wurde das Bild durch eines der großen Forschungsteleskope der ESO, das "MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop" am Observatorium La Silla in Chile. Es ist mit einer 67-Megapixel-Kamera ausgerüstet, eine der besten Kameras dieser Art in der Welt. Mehrere Aufnahmen mit dieser Kamera waren nötig, um die Ne-belwolke als riesiges Mosaik abzubilden.

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr.


Weitere Informationen
http://www.lwl-planetarium-muenster.de


 

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